Bewerbungsberatung - wie gehe ich mit Absagen um?
Vermeiden lassen sich Absagen sicherlich nicht völlig, aber es gibt einige Strategien, ihre Quote zu senken oder eine Absage in einen Erfolg zu verwandeln.
Die häufigsten Gründe für eine Absage haben Sie bereits kennengelernt. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Sie nicht zu verantworten haben und kaum beeinflussen können. Viele Absagen haben nicht unbedingt etwas mit Ihrer Qualifikation oder Eignung für die offene Position zu tun.
Nehmen Sie deshalb bitte keine Absage persönlich!
Die Entscheider vor Ort kennen Sie nicht. Sie fällen ihre Entscheidung aufgrund des vorliegenden Anforderungsprofils (das Sie als Bewerber:in nur teilweise aus der Stellenanzeige kennen können) und bemühen sich um Sachlichkeit und Objektivität.
So senken Sie die Quote Ihrer möglichen Absagen:
- bewerben Sie sich auf Stellenangebote, bei denen das genannte Anforderungsprofil zu mindestens 70% auf Ihr Qualifikationsprofil zutrifft
- Erstellen Sie eine Anzeigenanalyse, um das Unternehmen gezielt ansprechen zu können
- Optimieren Sie Ihre Bewerbungsunterlagen:
- wählen Sie die passende Präsentationsform (übersichtliches, aber auch kreatives Layout, keine 08/15 Systemvorlage)
- erstellen Sie im gleichen Layout ein passendes Anschreiben mit direktem Bezug zur ausgeschriebenen Stelle und Ihrer Qualifikation (keinen Standardbrief)
- Entwerfen Sie ein "Kompetenzprofil", das Ihre Kernkompetenzen auf einen Blick zeigt
- eine ansprechende Form und ein gut strukturierter Aufbau der Bewerbung erhöhen den Wiedererkennungswert und lassen Ihre Unterlagen wertvoller erscheinen
- achten Sie auf Ihr Bewerbungsfoto, es sollte Sie in jedem Fall möglichst natürlich, freundlich und sympathisch wirken lassen - am besten professionell beim Fotografen erstellen lassen. die Investition lohnt sich!
4. bereiten Sie sich gezielt auf das Vorstellungsgespräch vor (Kleidung, mögliche Fragen und Ihre Antworten darauf, Verhalten im Gespräch u.v.m.)
Nicht jede Bewerbung wird sofort von Erfolg gekrönt sein. So können Sie die Absage im Nachhinein noch zu einem Erfolg machen:
Nehmen Sie die Absagen von Unternehmen, für die Sie gern arbeiten möchten, zusammen mit Ihrem Anschreiben auf Wiedervorlage und senden Sie eine Initiativbewerbung ca. 3 - 6 Monate nach der Absage an die Sie interessierenden Unternehmen
- Vorteile:
a) Sie kennen bereits die Ansprechpartner
b) Wenn Sie sich auf Ihre Erstbewerbung beziehen, dokumentieren Sie Ihr starkes Interesse
c) Sie bewerben sich außer Konkurrenz
d) in der Zwischenzeit könnte sich durchaus eine weitere Vakanz in der Firma ergeben haben, falls nicht, wird man Sie im Falle der grundsätzlichen Eignung gerne auf Wiedervorlage nehmen, um bei Bedarf auf Sie zurück kommen zu können
e) Ihre Individualität wird besser erkannt, der / die Personalentscheider haben mehr Zeit, sich mit Ihren
Unterlagen auseinanderzusetzen
wichtig für Berufsanfänger/Wiedereinsteiger: Fragen Sie nach der Möglichkeit, ein längerfristiges Praktikum in der Firma zu machen - wenn man Sie erst kennen und schätzen gelernt hat, besteht oft die Möglichkeit der Übernahme
